SIMONA KATHARINA BERGER

Toujours, toujours, toujours

Ich bin Psychotherapeutin und Psychoanalytikerin in Ausbildung unter Supervision in Wien und arbeite mit Jugendlichen und Erwachsenen in Beratung, Krisenintervention, psychoanalytisch orientierter Psychotherapie und Psychoanalyse.

Meine klinische Erfahrung umfasst die Mitarbeit in unterschiedlichen Institutionen der psychosozialen Versorgung — stationär wie ambulant. Dazu zählen die akutpsychiatrische Abteilung des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Eisenstadt, die Tagesklinik der psychiatrischen Abteilung Hietzing, der Verein Wiener Frauenhäuser, der Verein LOK – Leben ohne Krankenhaus sowie der Verein p.a.s.s. – Hilfe bei Suchtproblemen. Seit drei Jahren bin ich, neben meiner freien Praxis, für das ambulante Beratungs- und Betreuungszentrum Grüner Kreis tätig.

Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf Herausforderungen im zwischenmenschlichen Miteinander, Unsicherheiten hinsichtlich der eigenen Identität, Schwierigkeiten in der Gestaltung erfüllter Sexualität sowie Probleme in der Regulation und im Erleben von Affekten.

PSYCHOANALYSE

Sich auf eine Psychoanalyse einzulassen, bedeutet, der Einladung zum freien Sprechen zu folgen, sich mit dem Gesagten auseinanderzusetzen und sich in diesem Prozess von den eigenen Worten überraschen zu lassen. In einem offenen und vertraulichen Rahmen kann sich die Analysandin oder der Analysand auf die Suche nach dem Sinn in dem begeben, was zunächst unsinnig, brüchig, unpassend oder verrückt erscheinen mag.

Psychoanalytisches Arbeiten geht dabei über das Deskriptive und Technische hinaus. Es versucht zu erfassen, was das je spezifische Leid des Subjekts ausmacht. Nicht die kurzfristige Symptomlinderung steht somit im Vordergrund der psychoanalytischen Kur, sondern die Perspektive auf ein erweitertes Verständnis des eigenen Denkens, Fühlens und Handelns sowie auf einen erweiterten Spielraum im Umgang mit diesem.

Die Psychoanalyse richtet ihren Blick dabei nie ausschließlich auf die Vergangenheit — sie nutzt das Verständnis des Damals, um im Heute der therapeutischen Erfahrung auf das Morgen einzuwirken.

Warum tun wir immer wieder dasselbe, obwohl wir es anders wollen? Freud erkannte in diesem »Toujours, toujours, toujours« eine universelle menschliche Struktur: den Wiederholungszwang. In der psychoanalytischen Situation eröffnet sich jedoch die Möglichkeit, das Drängen des Wiederkehrenden zu durchbrechen und neue Wege zu beschreiten.

ORDINATION

Meine Praxis ist dienstags, mittwochs und donnerstags für Sie geöffnet; vereinzelt sind Termine außerhalb der regulären Zeiten möglich. Ich arbeite vorwiegend in Präsenz, in begründeten Fällen können Sitzungen jedoch auch per Video- oder Telefonkontakt stattfinden.

Da die gemeinsame Suche nach den Ursachen von Leid Ihr Vertrauen in den Prozess voraussetzt, wird der Rahmen der Analyse nach mehreren Vorgesprächen gemeinsam festgelegt. Diese Vorgespräche dienen dem gegenseitigen Kennenlernen und schaffen die Möglichkeit herauszufinden, ob meine Praxis für Sie ein Raum werden kann, in dem freies Sprechen möglich ist.

  • »Die Symptome, jene die Sie zu erkennen glauben, erscheinen Ihnen irrational, weil Sie sie isoliert betrachten und sie unmittelbar interpretieren wollen.«

    Jacques Lacan, L’Express (1957)

  • »Die Psychoanalyse behandelt Subjekte, nicht Krankheiten. Hier liegt der radikale Unterschied zu allen anderen Verfahren von der Verhaltenstherapie bis zur Psychopharmakatherapie, die auf Symptombeseitigung gerichtet sind und den Patienten nach dieser Therapie am Symptom wieder sich selbst überlassen. In der Psychoanalyse lassen sich Patient und Therapeut in der Tiefe aufeinander ein. Das braucht Zeit.«

    Becker & Nedelmann, Psychoanalyse und Politik (1983)

STANDORT

Währinger Straße 15/1/11
1090 Wien

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